Thema - gartengestaltung-goldenerschnitt

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Thema


Thema finden – manchmal ist weniger mehr.

Die Kunst der guten Gartengestaltung basiert auf Entschluss zum Weglassen.
Buntes Allerlei ist nicht zielführend. Begrenzen Sie die Dinge.

Der Goldene Schnitt bemaßt Dinge nach festen Regeln.
Dazu bedarf es eindeutiger Definitionen der Abmessungen. Klare Ansagen schaffen klare Konzepte.
Und es gelingen messbare Erfolge. Daraus kann abgeleitet werden, dass Konzepte sich mit Strukturen befassen müssen. Und da passt manchmal etwas nicht ins Muster.
Ist es etwas ganz besonderes, bekommt es einen Sonderplatz, ist es unterhalb des Durchschnitts in der Bedeutung und passt gar nicht zum Thema, muss es woanders hin.
Und das gilt insbesondere für die Verwendung der Baustoffe.
Für einen Sitzplatz wird sicherlich ein anderes Steinformat für den Bodenbelag gewählt
als für den Gartenweg. (mehr zu Terrasse und Weg)


Sicherlich kann aber das gleiche Ausgangsmaterial gefunden werden.
So wirken Porphyr-Platten in verschiedenen Breiten zu kleinformatigen Porphyr-Pflastersteinen recht harmonisch. Auch passende bossierte Blockstufen aus Porphyr-Quadern fügen sich geschmeidig in das Bild.

Probleme entstehen durch Patchwork.

Zehnerlei Bodenbeläge, Klinker, Kiesel, Betonsteine unstrukturiert in loser Aneinanderreihung erinnern an Restekiste oder Baumarkt-Ausstellung.
Bei der Auswahl an Pflanzen gilt das Gleiche. Eins davon, eins hiervon, wild und ohne Konzept nacheinander weg, das wird nichts.
Wählen Sie besser ein Thema. Sie können ein mögliches Thema finden, indem Sie formbildende Elemente des Hauses sich im Garten wiederholen lassen. Das Thema der modifizierten Wiederholung ist ein interessantes Gestaltungs-Instrument.
Ein Haus mit ländlichem Charakter verlangt z.B. regelrecht nach Hydrangea, Buxus in Hecken und Formen, Syringa in verschiedenen Sorten. Das schränkt den Pflanzenliebhaber nicht sonderlich ein, denn so kann Vielfalt innerhalb der gewählten Pflanzenart durch die Unendlichkeit im Bereich der Sorten geschaffen werden.

Ein Garten, dem ein Motto zu Grunde liegt
, kann Besonderheiten und Raritäten wunderbar einbinden.
Auch bei der Auswahl von Holzelementen entwickeln sich leider oft ungeschickte Kombinationen.
Ein Garten mag sich entwickeln. Und wechselnde Anforderungen bringen Anbau, Umbau und Ergänzung mit sich. Wenn es einem manchmal auch nicht machbar erscheint, Vorhandenes durch das gleiche Material zu erweitern, so kann vielleicht aber alles, was Holz ist, mit der gleichen Farbe oder Lasur behandelt werden.
Alt und neu passen dann sicherlich wieder besser zusammen.
Was auch oft die Durchgängigkeit bei der Gestaltung ausbremst, ist der Formen-Wechsel.
Mal oval, mal kreisrund, dann geschwungen, dann wieder ein paar Quadrate, mal hoch, mal runter;
das kann die Harmonie extrem abschwächen. (mehr zu Höhenniveau)


Begrenzen Sie die Formenwahl auf maximal zwei zweckgebundene Ausführungen.
So harmonieren fast immer das Rechteck beim Bodenbelag aus Stein und im Grünbereich der groß geschwungene Verlauf bei Verzicht auf Kreise und kleine Radien.

Sie werden Ihr Thema finden.
„Weniger ist mehr“ als richtiges Motto bei der Kunst der guten Gartengestaltung überzeugt immer wieder.

 
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