Proportionen - gartengestaltung-goldenerschnitt

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Proportionen


Proportionen – Verhältnis Goldener Schnitt – Steingarten, Garten aus Steinen oder Steine im Garten.

Die Dosis der Elemente schafft die Aussage.
Pflanzen müssen aufeinander abgestimmt sein.
Die Proportionen sind entscheidend für ein harmonisches Bild.
In einem Garten existiert so viel Lebendigkeit durch die abwechslungsreiche Komposition.
Da kann es schnell passieren, dass wir Bilder überladen. (mehr zum Problem der Überfrachtung)


Eine Herausforderung ist auch in vielen Fällen, die Dinge aufeinander abzustimmen.
Wenn dies nicht gelingt, kommt heraus, dass eine Pflanze als „zu klein“ oder als „zu beherrschend“ empfunden wird. Alles braucht seinen Platz.
Pflanzen wir zum Beispiel einen Viburnum mit einem Habitus von 1,20m, bietet sich eine Unterpflanzung mit Bodendeckern wie Waldsteinia mit einer Ausdehnung von 1.94m mal 3.14m an.
Dann erst kommt die Solitärpflanze zur vollen Entfaltung.

Das Verhältnis Goldener Schnitt gilt natürlich ebenso in der vertikalen Ausdehnung.
Pflanzengrößen können durch rechtzeitiges Schneiden über viele Jahre angepasst werden.
Hier möchte ich ausdrücklich betonen, dass nicht jedes Gehölz dauernd besägt und verstümmelt werden soll. Nur eben, ein fachmännisch ausgeführter Schnitt bei Zeiten lässt die Größen und Dimensionen beherrschbar bleiben und gewährleistet das optimale Erscheinungsbild des Gartens in seiner Gesamtheit.
Die Pflanzen haben unterschiedliche Zuwachsraten. Nur durch das Zuschauen reguliert sich da nichts.
Habe ich vor mir ein Gehölz mit Säulenwuchs, wie z.B einen Carpinus betulus fastigiata mit 3,50m Höhe, empfiehlt sich als Gegenpol eine kugelige Pflanze mit einer maximalen Höhe von 1.34m. Halte ich mich nicht an dieses Maß, geht der Säulen-Charakter des Carpinus b.fastigiata verloren.
Die Hainbuche wird weiterwachsen, die kugelige Pflanze daneben auch,
Ziel unserer Eingriffe ist nur die Beibehaltung des Verhältnisses der beiden Pflanzen zueinander, nicht die Begrenzung der allgemeinen Wuchshöhen. Das ist ein ganz anderer Aspekt in einem Hausgarten.
Das Gleiche gilt z.B. im Steingarten.
Heute wird der Steingarten wieder neu entdeckt. „Neu entdeckt“, weil aktuell anders mit dem Gestaltungs-Element Stein umgegangen wird als damals Ende der 60er und während der 70er und 80er Jahre.
Damals positionierte man ortsübliche Findlinge in Gruppen zwischen sonnenverträglichen Stauden. Vorzugsweise verwendete man flachwachsende Campanula, Aubrieta, Saxifraga oder Sedum. Heute dreht man das gerne herum, verwendet vorzugsweise gebrochenes Stein-Material, also Splitt in größeren Abmessungen. Ortsnahes Gestein gibt es nicht oft, eher geht man nach farblichen Aspekten entlang der Fassaden-Gestaltung. Mit diesen Splittflächen ist man bemüht, eine ähnliche Basiswirkung zu erreichen wie damals mit den flachen Stauden.
Wie früher die größeren Findlinge daraus emporschauten, so ragen heute aus den „Schotter-Flächen“ eher schlanke Gräser wie Deschampsia cespitosa ‘Bronzeschleier‘ oder Stipa capillata.
Der Zutaten-Katalog für das Rezept dieser modernen Steingärten mag ein anderer sein, das Abwiegen der Proportionen ist jedoch immer noch das Gleiche.
Anders wäre ein gutes Gelingen der gekonnten Garten Gestaltung kaum denkbar.
Gute Gartengestaltung bleibt sich treu und kann bei Berücksichtigung des Goldenen Schnitts auch kein Opfer von Modephasen werden.

 
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