Gegensätze - gartengestaltung-goldenerschnitt

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Gegensätze


Gegensätze – Kulisse, Vordergrund und Hintergrund
hell und dunkel, eckig und rund, spitz und stumpf.

Nutzen Sie Kontraste, und bereichern Sie Ihren Garten durch optische Effekte.
Gegensätze schaffen Abwechslung, verleihen Eigenständigkeit und machen Beobachtungen interessant.
Wie bei einem ungewöhnlichen Essen, einer modernen Theater-Aufführung oder einem exklusiven Mode-Event können bei geschickter Inszenierung die scheinbar unvereinbaren Sachen kombiniert werden.

Und das mit großem Erfolg.
In der klassischen Gartengestaltung kennt man dieses Phänomen auch,
nur eben schon seit hundert Jahren.
Es erscheint also kaum spektakulär.
Jedoch werden gültige Kombinationsmuster ständig aufs Neue als Überraschung empfunden.
So ist die Wirkung von großblättrigen Bergenia vor und neben schmalblättrigem Bambus genauso faszinierend wie Pennisetum hinter Astern.
Manchen Menschen erscheinen Hosta (Funkien) langweilig. Sehen sie dann eines Tages die Sorten Hosta sieboldiana ‘Elegans‘, Tardifolia Hybriden und noch die Hosta undulata ‘Univittata‘  in einem Garten versammelt, alles schön nach pflanzenspezifischen Abmessungen arrangiert,
werden sie nicht selten zu echten „Funkien-Fans“.

Nutzen Sie optische Effekte durch entsprechende Kontraste.
Einzelne helle Blüten vor einer dunklen Kulisse erzeugen Weite und Entfernung.
Ein Garten wirkt womöglich vergrößert durch einen hellen, bunten Vordergrund bei einem dunkleren, matten Hintergrund in Form einer immergrünen Hecke.
Setzen Sie also ganz bewusst hell und dunkel hintereinander,
eckig und rund diagonal zur Sichtachse. (mehr zu Sichtachse)  


Genauso können sich spitz und stumpf nebeneinander zweimal abwechseln.
Bei nebeneinander positionierten Abwechslungen müssen Sie jedoch unbedingt wieder nach dem Goldenen Schnitt betonen, was nun die Hauptgruppe und was die Nebengruppe ist.
Legen Sie vor dem Pflanzen die Abmessungen der gesamten Gruppen fest, nach dem Goldenen Schnitt,
z.B mit einem Goldenen Zirkel.


Bei den erwähnten Hosta brauchen sie je Sorte etwa 3 bis 5 Einzelpflanzen je Quadratmeter.
Sollen zwei Hosta Sorten nahe beieinander positioniert werden, nehmen Sie von Sorte 1 nun fünf Einzelpflanzen und von Sorte 2 nun acht Einzelpflanzen. Hier die fünf zusammen und mit wenig Abstand dann dort die acht.
So wird es nicht mickrig aussehen und bei Ihnen und Ihrem Besuch ein „WOW“ hervorrufen.  

Bei den höheren Gehölzen finden sich reihenweise buntlaubige Exemplare, die sich wunderbar vor dem Azurblau des Himmels absetzen, wenn Sie im Sommer auf dem Rücken liegend das Wochenende genießen.

Ein streng geformter Ilex crenata nach BonSai Art wirkt vor einem unbändigen, immer in Bewegung bleibenden Phyllostachys besonders imposant.

Achten Sie beim nächsten Besuch in Ihrem Lieblings-Gartencenter mal auf aussergewöhnliche Laubformen und Blattausfärbungen.
Wählen Sie Pflanzen nach den Kriterien hell, dunkel, eckig, rund, spitz, stumpf, Kontraste, und optische Effekte. Stellen Sie ruhig die gegensätzlichen Pflanzen zusammen, am besten immer mehrere.
So wird die Wirkung verstärkt.
Sie werden erstaunt sein.

 
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